Steuermessbetrag nach Gewerbeertrag

Der Steuermessbetrag nach Gewerbeertrag ist eine steuerliche Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer. Er wird nach den Vorschriften des § 11 Gewerbesteuergesetz (GewStG) definiert, der die Ermittlung des Gewerbeertrags und des Gewerbeertragsteuermessbetrags regelt. Der Steuermessbetrag nach Gewerbeertrag dient als Grundlage für die Berechnung der Gewerbesteuer und wird durch Anwendung eines Hebesatzes auf den Messbetrag ermittelt.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist der Steuermessbetrag nach Gewerbeertrag?
  2. Wie wird der Steuermessbetrag nach Gewerbeertrag berechnet?
  3. Wie sieht solch eine Berechnung beispielhaft aus?
  4. Was ist ein maßgebender Gewerbeertrag?
  5. Was ist die Steuermesszahl nach GewStG?

1. Was ist der Steuermessbetrag nach Gewerbeertrag?

Der Steuermessbetrag nach Gewerbeertrag ist ein Begriff aus dem deutschen Steuerrecht. Er bezeichnet die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer, die von Gewerbetreibenden in Deutschland zu entrichten ist. Der Steuermessbetrag wird auf Grundlage des Gewerbeertrags ermittelt.

Die genaue Definition und Berechnung des Steuermessbetrags nach Gewerbeertrag ist im § 11 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) geregelt. Dort sind die Bestimmungen zur Ermittlung des Gewerbeertrags und des Steuermessbetrags detailliert festgelegt.

 

2. Wie wird der Steuermessbetrag nach Gewerbeertrag berechnet?

Der Steuermessbetrag nach Gewerbeertrag wird auf Basis des einheitlichen Gewerbeertrags ermittelt. Die genaue Berechnung kann je nach individueller Situation und den jeweiligen steuerlichen Vorschriften variieren. Im Allgemeinen erfolgt die Berechnung jedoch in folgenden Schritten:

  1. Ermittlung des Gewerbeertrags:
    Zunächst wird der Gewerbeertrag ermittelt, der sich aus dem Jahresüberschuss oder -fehlbetrag des Gewerbebetriebs ergibt. Hierbei werden die steuerlichen Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommensteuergesetzes oder des Körperschaftsteuergesetzes angewendet.
  2. Hinzurechnungen:
    Zum Gewerbeertrag werden bestimmte Beträge hinzugerechnet, die gesetzlich festgelegt sind. Dazu zählen beispielsweise Zinsen und Mieten für bestimmte Wirtschaftsgüter, Pachten für Grundstücke, Aufwendungen für bestimmte Forderungsverluste sowie bestimmte Gehälter und Vergütungen.
  3. Kürzungen:
    Von dem um die Hinzurechnungen erhöhten Gewerbeertrag werden bestimmte Beträge abgezogen. Hierzu zählen beispielsweise bestimmte Dividenden, Veräußerungsgewinne, bestimmte Steuerbefreiungen und Kürzungsbeträge.
  4. Steuermesszahl:
    Der ermittelte Gewerbeertrag nach Hinzurechnungen und Kürzungen wird mit einer Steuermesszahl multipliziert. Die Steuermesszahl wird von der Gemeinde festgesetzt und kann je nach Gemeinde unterschiedlich sein. Der aktuelle Steuermessbetrag beträgt generell 3,5 Prozent, kann jedoch durch Hebesätze auf Gemeindeebene modifiziert werden.
  5. Steuermessbetrag:
    Der Steuermessbetrag ergibt sich durch die Multiplikation des Gewerbeertrags mit der Steuermesszahl.

 

3. Wie sieht solch eine Berechnung beispielhaft aus?

Angenommen, ein Unternehmen erzielt einen Gewerbeertrag von 100.000 Euro. Die Gemeinde, in der das Unternehmen ansässig ist, hat einen Hebesatz von 400 Prozent.

Schritt 1:
Ermittlung des Gewerbeertrags Der Gewerbeertrag beträgt 100.000 Euro.

Schritt 2:
Hinzurechnungen In diesem Beispiel nehmen wir an, dass keine Hinzurechnungen erforderlich sind. Der Gewerbeertrag bleibt unverändert.

Schritt 3:
Kürzungen Auch hier nehmen wir an, dass keine Kürzungen vorgenommen werden. Der Gewerbeertrag bleibt weiterhin bei 100.000 Euro.

Schritt 4:
Steuermesszahl Die Gemeinde hat einen Hebesatz von 400 Prozent. Die Steuermesszahl ergibt sich aus dem Hebesatz geteilt durch 100. In diesem Fall beträgt die Steuermesszahl 4 (400/100).

Schritt 5:
Steuermessbetrag Der Steuermessbetrag wird berechnet, indem der Gewerbeertrag mit der Steuermesszahl multipliziert wird. 100.000 Euro (Gewerbeertrag) x 4 (Steuermesszahl) = 400.000 Euro

Der Steuermessbetrag nach Gewerbeertrag beträgt in diesem Beispiel 400.000 Euro.

 

4. Was ist ein maßgebender Gewerbeertrag?

Ein maßgebender Gewerbeertrag ist ein Begriff aus dem deutschen Steuerrecht und bezeichnet den Gewerbeertrag, der als Grundlage für die Berechnung der Gewerbesteuer herangezogen wird. Der maßgebende Gewerbeertrag wird in der Regel für einen bestimmten Zeitraum ermittelt, der dem jeweiligen Besteuerungszeitraum entspricht. Der maßgebende Gewerbeertrag wird nach den steuerlichen Vorschriften des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) ermittelt. Dabei werden verschiedene Regelungen zur Gewinnermittlung und -anpassung berücksichtigt. Der maßgebende Gewerbeertrag kann von dem tatsächlichen Gewinn des Unternehmens abweichen, da das Gewerbesteuergesetz spezielle Regelungen zur Ermittlung des Gewerbeertrags enthält. Gemäß § 24 Absatz 1 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) wird der maßgebende Gewerbeertrag auf volle Hundert Euro abgerundet. Das bedeutet, dass bei der Berechnung des Gewerbeertrags die Cent-Beträge unterhalb von 50 Euro abgerundet werden, während Cent-Beträge von 50 Euro oder höher auf volle Hundert Euro aufgerundet werden. Diese Rundungsvorschrift wird angewendet, um eine praktikable und einfache Handhabung des Gewerbesteuerbetrags zu gewährleisten. Bei der weiteren Berechnung des Gewerbesteuermessbetrags und der Festsetzung der Gewerbesteuer wird dann mit den gerundeten Werten gearbeitet.

Zu den möglichen Anpassungen des Gewerbeertrags gehören beispielsweise Hinzurechnungen und Kürzungen von bestimmten Beträgen, die im Rahmen der Gewinnermittlung nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes oder des Körperschaftsteuergesetzes nicht berücksichtigt werden. Der maßgebende Gewerbeertrag dient als Grundlage für die Berechnung des Gewerbesteuermessbetrags, der wiederum mit dem Hebesatz der jeweiligen Gemeinde multipliziert wird, um die konkrete Höhe der Gewerbesteuer zu ermitteln.

 

5. Was ist die Steuermesszahl nach GewStG?

Die Steuermesszahl wird im § 11 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) geregelt. Dort wird die Höhe der Steuermesszahl festgelegt. Die Steuermesszahl ist ein prozentualer Faktor, der angibt, welcher Anteil des maßgebenden Gewerbeertrags als Gewerbesteuermessbetrag herangezogen wird. Gemäß § 11 GewStG beträgt die Steuermesszahl für alle Gewerbebetriebe grundsätzlich 3,5 Prozent. Das bedeutet, dass 3,5 Prozent des maßgebenden Gewerbeertrags als Gewerbesteuermessbetrag zugrunde gelegt werden.

Es ist jedoch zu beachten, dass die Steuermesszahl durch die sogenannten Hebesätze auf Gemeindeebene modifiziert werden kann. Die Gemeinden haben die Möglichkeit, den Gewerbesteuermessbetrag durch einen Hebesatz zu multiplizieren, um die tatsächliche Höhe der Gewerbesteuer festzulegen. Die Hebesätze können je nach Gemeinde unterschiedlich sein und unterliegen kommunaler Entscheidung.

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